|
|
|
Pressespiegel: Faltenunterspritzung Faltenbehandlung
Fachartikel in FACE international magazine of orofacial esthetics Juni 2007
Faltentherapie mit einem neuen komplexproteinfreien Botulinumtoxin A (XEOMIN®)
Fachartikel zu möglicherweise von Ihnen gesuchten Themen: mimische Falten, dynamische Falten, Zornesfalte, Krähenfüße, Lachfalten, Denkerfalten, dynamische Faltenbehandlung, Faltenbehandlung mit Botox, Faltentherapie mit Botox, Faltenunterspritzung mit Botox, Faltenglättung mit Botox, Hautalterung, Faltentherapie mit Botulinumtoxin Botox, Faltenunterspritzung mit Botulinumtoxin Botox, Faltenglättung mit Botulinumtoxin Botox, Botulinumtoxin, Botulinumtoxin A, Botulinum-Toxin, BTX, Botox, Vistabel, Xeomin, Dysport, quervernetzte Hyaluronsäure, Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure und Botox, Faltentherapie mit Hyaluronsäure und Botox, Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure und Botox, Faltenglättung mit Hyaluronsäure und Botox, Hyaluron, Hyaluronsäuregel, Hyalurongel, Belotero, Restylane, Mesotherapie, Faltenbehandlung ohne Op mit Botox, Faltentherapie ohne Op mit Botox, Faltenglättung ohne Op mit Botox
Einleitung
Die Therapie von mimischen Falten mit Botulinumtoxin A ist ein etabliertes
Verfahren. Seit dem 1. Juli 2005 gibt es neben den beiden bereits etablierten
Botulinumtoxinen vom Typ A Botox® ( Vistabel® stellt die identische Präparationen
dar ) und Dysport® mit XEOMIN® ein weiteres Botulinumtoxin - A - Präparat.
Botulinumtoxin A Präparate weisen alle den gleichen Wirkmechanismus auf. Die
Wirkung geht ausschließlich vom 150 Kilo Dalton Toxinmolekül aus und sie ist bei
dem Allergan Produkt ( Botox® ) und dem Merz Produkt identisch, wie im Übrigen
auch klinische Studien gezeigt haben. Aufgrund dieser Tatsache sollte auch der
erzielbare Effekt und die Wirkdauer bei diesen Präparaten bei gleicher Dosierung
vergleichbar sein.
Das Ziel der im folgenden beschriebenen Untersuchung war es, zu klären,
inwieweit mit dem neusten Botulinumtoxin A vergleichbare Ergebnisse in der
Faltenbehandlung zu den bisher erhältlich Botuliumtoxin - Präparaten erreicht
werden können. Es werden die Erfahrungen mit dem neuen Komplexproteinfreien
Botulinumtoxin A (XEOMIN®) bei 40 Patienten vorgestellt. XEOMIN® enthält als
einziges Botulinumtoxin - Präparat nur das wirksame Neurotoxin und somit wird
neben der guten Verträglichkeit eine geringes Risiko der Antikörperbildung als
Vorteil postuliert. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass dieses Präparat bei
Raumtemperatur gelagert und transportiert werden kann.
Methode
40 Patienten (37 Frauen, 3 Männer) im Alter von 40,8 8,6 Jahren wurden nach der
Injektion über 8 Monate beobachtet. Von diesen Patienten wurden bereits 29 schon
früher mit Botox® behandelt. Wir wenden eine relativ hohe Verdünnung und eine
Vielpunktetechnik der Botulinumtoxin - Injektion an. 100 E (Einheiten) des bei
Raumtemperatur gelagerten XEOMIN® wurden mit 5 ml NaCl 0,9 % aufgelöst. Für die
Behandlung der Glabellafalten wurden 10 Injektionspunkte gewählt. Die
Stirnquerfalten wurden mittels 8-10 Injektionspunkten, die seitlichen
Orbitafalten je an 3-5 Injektionspunkten, die seitliche Nasenwurzelfalten (Bunny
Lines) an 2 Injektionspunkten und Oberlippenfalten mit 3 Injektionspunkten
behandelt.
Die Injektionen wurde immer durch den gleichen Behandler (Facharzt für
Plastische und Ästhetische Chirurgie) durchgeführt. Wir injizierten an relativ
vielen Injektionspunkten. So gingen wir sicher, dass wir das Medikament an die
gewünschten Stellen eingebracht hatte und spekulierten auf keine Diffusion. Nach
der Injektion mussten die Patienten die Injektionsstellen 10-15 Minuten lang
komprimieren und durften nicht massieren. Sportliche Betätigungen und
Saunabesuche waren 3 Tage nach der Behandlung untersagt. So wollten wir sicher
gehen, dass sich möglichst wenig Substanz unkontrolliert verteilt.
Die Behandlungsdaten wurden in der Patientenakte dokumentiert. Bei der
Wiedervorstellung zur nächsten Behandlung wurden die Patienten mittels
Fragebogen bezüglich der Wirkung der Behandlung befragt. Die Zufriedenheit
bezogen auf den Behandlungseffekt (d.h. Mimik und Faltenwirkung) beurteilten die
Patienten nach dem Schulnotensystem. Es wurde der Behandlungseffekt für die
verschiedenen Regionen und auch der Gesamteffekt beurteilt. Außerdem wurde nach
Komplikationen gefragt. Zusätzlich sollten die Patienten Wünsche bezüglich einer
Behandlungsoptimierung angeben. Hier sollten die Wirkdauer, der Schmerz und die
Behandlungskosten beurteilt werden.
Ergebnisse:
Alle Patienten zeigten sich mit der Behandlung mittels XEOMIN® sehr zufrieden und
stellten sich wieder aus eigener Initiative im Mittel nach 136,5 49,4 Tagen zur
nächsten Behandlung vor.
Bei keinem Patienten war eine frühe Nachinjektion zur Verbesserung des
Ergebnisses erforderlich. Die schon früher mit Botox® behandelten Patienten
(n=29) konnten keinen Unterschied zu Ihren früheren Behandlungen feststellen.
Die mittlere verabreichte Gesamtdosis von XEOMIN® betrug 43 15 E pro Patient.
Die häufigste Behandlungsregion (n=37 ) war die Glabella. Hier wurde im Mittel
20,9 E injiziert.
Am zweit häufigsten behandelten wir Stirnquerfalten mit im Mittel 14,6 E. Bei 28
Patienten wurden Orbitafalten mit im Mittel 8,9 E pro Seite behandelt. Seltener
war die Behandlung von Falten an der Nasenseite und der Oberlippe (siehe
Tabelle).
Die höchste Zufriedenheit zeigte sich bei der Behandlung der Glabellafalten mit
der mittleren Benotung von 1,36, gefolgt von den Stirnquerfalten mit 1,38. Bei
den Orbitafalten gab es als schlechteste Einzelbeurteilung auch die Note 3, im
Mittel aber ergab sich eine 1,96.
Es traten keine Komplikationen ein. Lediglich 2 Patienten berichteten über ein
sehr kleines Hämatom an einem Orbitarand. 2 Patienten berichteten über kurze
Kopfschmerzen in der anfänglichen Wirkphase. Als positive Nebenwirkung
berichteten dagegen 5 Patienten über die Besserung ihrer chronischen
Kopfschmerzen. Bei 4 Patienten wurde nach ausreichender Schwächung der
Muskelaktion eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure (Belotero )
durchgeführt. 3 der Patienten gehörten zu der Gruppe der erwähnten 5
Kopfschmerzpatienten.
35% der Patienten wünschten sich eine noch weniger invasive Behandlung und gaben
an, unter den Injektionsnadelstiche zu leiden. 87,5 % wünschten eine längere
Wirkdauer der Faltenbehandlung. Unterschiede zu früheren Behandlungen konnten
sie aber nicht feststellen. 95 % der Patienten erhofften für die Zukunft
geringere Behandlungskosten. Trotzdem waren alle Patienten sehr zufrieden und
führten die Behandlung weiter, da sie keine Behandlungsalternativen für ihre
ästhetischen Wunschvorstellungen sahen.
Diskussion:
Unterschiedliche Ergebnisse nach der Anwendung von Botulinumtoxin - Präparaten
können sowohl mit der Injektionstechnik, der injizierten Menge des Toxins sowie
dem Verdünnungsgrad zusammenhängen. Auch können Antikörper gegen das
Botulinumtoxin, die auch nach ästhetischer Anwendung gebildet werden können, für
ein schlechtes Ergebnis verantwortlich sein.
Für ein erfolgreiches Behandlungskonzept ist ebenfalls die ausreichende
Patientenaufklärung und das Versprechen eines realistisches Behandlungsergebnis
entscheidend.
Bei der Behandlung mit Botulinumtoxin kann laut Literatur grundsätzlich nicht
von einer 100 prozentigen Responderrate ausgegangen werden. Ebenso kann die
Dauer der Wirkung variieren. Beschrieben ist dieser Sachverhalt zum Beispiel
auch in der Fachinformation von Vistabel®® . Dort werden die erhobenen klinischen
Daten u. a. folgendermaßen beschrieben: "30 Tage nach der Injektion hatten nach
Auffassung der Prüfärzte 80% (325 von 405) der mit Vistabel®® behandelten
Patienten auf die Behandlung reagiert." 20% der Patienten waren also nach
Auffassung der Ärzte auch in dieser Studie Nonresponder. Die Ursache hierfür ist
nicht genau bekannt, möglicherweise begründet sich die Nonresponse durch die
Injektionstechnik oder auch durch eine Antikörperbildung.
Im eigenen Patientengut haben wir noch keinen Therapieversager erlebt. Dies gilt
für die Anwendung von den beiden bereits lang etablierten Botulinumtoxinen vom
Typ A Botox® und Dysport® sowie ebenfalls für die Anwendung des neuen
Botulinumtoxin-A-Präparates XEOMIN® . Nach unserer Meinung ist die Verteilung
einer ausreichenden Menge der Substanz auf viele Injektionspunkte für eine
erfolgreiche Therapie entscheidend. Die Verteilung der Substanz ist hiermit
genauer möglich, da durch die aktive Verteilung auf viele Injektionspunkte der
unkalkulierbare Faktor der Diffusion als Zufallsfaktor begrenzt wird. Eine
relativ hohe Verdünnung vereinfacht hierbei die präzise Injektion.
Die Therapie mit XEOMIN® kann erfolgreich analog unserem Behandlungskonzept mit
Botox® durchgeführt werden. Die Faltenbehandlung mit XEOMIN® zeigt sich mit
unserem Therapieschema als sicher und zuverlässig. Die Lagerung und der
Transport bei normalen Raumtemperaturen vereinfacht das Handling mit dem
Präparat. Dass die gelöste Substanz laut den offiziellen Herstellerangaben bei
einer Kühlung zwischen 2-8 Grad Celsius über 24 Stunden anwendbar ist, hat sich
ebenfalls als Vorteil herausgestellt. Vom 1.7.05 bis 31.3.07 führten wir in
unserer Klinik über 350 Behandlungen mit XEOMIN® durch. Bis heute konnten wir
noch keine negativen Nebenwirkungen, Resistenzen oder Therapieversager
beobachten. Ob langfristig die Tendenz zur Antikörperbildung verringert ist,
muss in Langzeitstudien evaluiert werden.
Literatur:
1. Jost WH, Kohl A, Brinkmann S, Commes G (2005) Efficacy and tolerabiltiy of a
botulinum toxin type A free of complexing proteins (NT 201) compared with
commercially available botulinum toxin type A (Botox® ) in healthy volunteers. J
Neural Transm 112: 905-913
2. Dressler D (2006) Pharmakologische Aspekte therapeutischer
Botulinumtoxin-Präparationen. Nervenarzt 77:912-921
3. Truong DD, Jost WH (2006) Botulinum toxin: Clinical use. Parkinson and
Related Disorders 12: 331- 355
Autor:
Dr. med. Ramin Khorram
Leitender Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
c/o Apollo Klinik Stuttgart GmbH
Hohenzollernstr. 7-9
70178 Stuttgart
zurück
Informationsmaterial jetzt anfordern
|
|
|